Anwendungsfall · KI Sichtbarkeit messen
KI Sichtbarkeit messen: Werde ich in ChatGPT genannt?
KI Sichtbarkeit messen heißt, Nennungen in KI-Antworten auszuzählen statt sie zu vermuten. Sie geben ein Keyword ein; daraus werden sechs Prompt-Typen gebaut und auf ChatGPT Free, ChatGPT Premium, Gemini und Perplexity ausgeführt. Jeder Lauf kostet 100 Credits flat, unabhängig von der Zahl der Prompts und Plattformen, und startet nur manuell – ein Cron gibt es nicht. Ausgezählt wird, ob Ihre Marke in der Antwort vorkommt, an welcher Stelle und wer sonst noch genannt wird. Die Messung starten Sie, wenn Sie eine Antwort brauchen.
Keyword
6 Prompt-Typen
- Kategorie
- Empfehlung
- Zielgruppe
- Alternative
- Vergleich
- Problem
100 Credits · manueller Lauf · kein Cron
Getrackter Prompt
„Welche Dienstplansoftware passt zu einem Pflegedienst mit 40 Mitarbeitern?“
Zielgruppenfrage · spät, konkret
Ihre Marke in der Antwort4 von 4
- ChatGPT FreePosition 2
- ChatGPT PremiumPosition 1
- GeminiPosition 3
- PerplexityPosition 1
Dieselbe Kategorie, drei Formulierungen, drei Ergebnisse. Prompts, Positionen und Marken sind erfunden.
Was Prompt-Tracking misst
Am Anfang steht eine Eingabe: der Prompt, also die Frage, die ein Kunde einer KI stellen würde. Ausgewertet wird nicht die Antwort als Text, sondern was in ihr gezählt werden kann. Kommt die Marke vor. An welcher Stelle. Wer steht daneben. Und wie oft wiederholt sich das.
Stand: August 2026 · Verfasst von Paul Kolb, Gründer sotiq.ai
Der Prompt ist die Eingabe, nicht das Ergebnis
Sie tragen eine Frage ein, so wie sie im echten Gebrauch gestellt würde, ohne Markennamen und ohne Fachvokabular. Aus dieser einen Eingabe entstehen viele Anfragen an mehrere Systeme. Was zurückkommt, wird ausgezählt statt gelesen.
Warum eine Bandbreite gemessen wird und nicht eine Formulierung
Menschen fragen dieselbe Sache sehr verschieden: mal nach Anbietern, mal nach einem Vorgehen, mal mit Nennung der Betriebsgröße, mal ganz allgemein. Jede Form erzeugt eine andere Antwortstruktur. Deshalb wird nicht ein Prompt verfolgt, sondern eine Auswahl über verschiedene Prompt-Typen hinweg, damit das Ergebnis ein Spektrum abbildet und keine Zufallsstichprobe.
Kategoriefrage
„Welche Software gibt es für die Dienstplanung in Pflegediensten?“
Kategoriefrage bei ChatGPT Free: nicht genanntKategoriefrage bei ChatGPT Premium: Position 4Kategoriefrage bei Gemini: Position 5Kategoriefrage bei Perplexity: Position 3Nennungsrate 34 %Empfehlungsfrage
„Welche Dienstplansoftware würdest du einem ambulanten Pflegedienst empfehlen?“
Empfehlungsfrage bei ChatGPT Free: Position 3Empfehlungsfrage bei ChatGPT Premium: Position 2Empfehlungsfrage bei Gemini: nicht genanntEmpfehlungsfrage bei Perplexity: Position 2Nennungsrate 58 %Zielgruppenfrage
„Welche Dienstplansoftware passt zu einem Pflegedienst mit 40 Mitarbeitern?“
Zielgruppenfrage bei ChatGPT Free: Position 2Zielgruppenfrage bei ChatGPT Premium: Position 1Zielgruppenfrage bei Gemini: Position 3Zielgruppenfrage bei Perplexity: Position 1Nennungsrate 76 %Alternativfrage
„Welche Alternativen zu Excel gibt es für die Dienstplanung im Pflegedienst?“
Alternativfrage bei ChatGPT Free: Position 4Alternativfrage bei ChatGPT Premium: Position 3Alternativfrage bei Gemini: nicht genanntAlternativfrage bei Perplexity: Position 2Nennungsrate 47 %Vergleichsfrage
„Branchenlösung oder Modul im Personalsystem, was passt für Pflegedienste besser?“
Vergleichsfrage bei ChatGPT Free: nicht genanntVergleichsfrage bei ChatGPT Premium: nicht genanntVergleichsfrage bei Gemini: nicht genanntVergleichsfrage bei Perplexity: Position 4Nennungsrate 12 %Problemfrage
„Wie plane ich Schichten im Pflegedienst, ohne Ruhezeiten zu verletzen?“
Problemfrage bei ChatGPT Free: nicht genanntProblemfrage bei ChatGPT Premium: Position 5Problemfrage bei Gemini: nicht genanntProblemfrage bei Perplexity: nicht genanntNennungsrate 9 %
In diesem Beispiel ist die Marke bei 4 von 6 Prompt-Typen gut sichtbar und bei den frühen Orientierungsfragen fast gar nicht. Genau diese Verteilung bleibt verborgen, wenn nur ein einzelner Prompt gemessen wird. Prompts, Positionen, Raten und Marken sind erfunden und stammen nicht von einem realen Kunden.
Vier Plattformen, vier Antworten auf dieselbe Frage
Verglichen wird über ChatGPT Free, ChatGPT Premium, Gemini und Perplexity, und jede Plattform steht für sich. Ein Mittelwert würde den nützlichsten Teil verdecken, nämlich dass eine Marke auf einer Plattform vorne liegt und auf einer anderen fehlt.
Lücken sind der eigentliche Befund
Interessant an so einer Matrix sind selten die guten Felder, sondern die Zeilen, in denen durchgehend nichts steht. Sie zeigen eine Art von Frage, bei der die Marke für die Systeme nicht existiert, und das oft früh im Kaufprozess, wo sich ein Bild bildet.
Drei Kennzahlen je Prompt
Zu jedem getrackten Prompt entstehen dieselben drei Werte. Für sich genommen sagt jeder wenig, zusammen ergeben sie ein Bild davon, wie eine KI in dieser Situation über Ihren Markt spricht.
Gemessener Prompt
„Welche Dienstplansoftware passt zu einem Pflegedienst mit 40 Mitarbeitern?“
Zielgruppenfrage · 25 Antwortläufe über vier Plattformen
Kennzahl 01
Eigene Position in der Antwort
- 1.Nordfeldals weit verbreitet in der ambulanten Pflege beschrieben
- 2.Ihre Markemit Hinweis auf Schichtmodelle und Ruhezeitprüfung
- 3.Talwerkals günstiger Einstieg genannt
- 4.Rheingoldals Modul eines größeren Personalsystems
Mittel über alle Läufe1,8
Wer eine KI nach Anbietern fragt, arbeitet die Reihenfolge von oben ab. Deshalb wird die Stelle mitgezählt, nicht nur die Nennung.
Kennzahl 02
Zusätzlich genannte Wettbewerber
Nordfeld82 %
in fast jeder Antwort, meist zuerstTalwerk61 %
durchgehend, meist hinter Ihrer MarkeRheingold44 %
vor allem in längeren AntwortenKernpunkt23 %
nur bei Perplexity, mit Quellenangabe
Wer neben Ihnen steht, sagt mehr als eine Rangliste: es ist die Auswahl, aus der ein Kunde am Ende wählt.
Kennzahl 03
Nennungsrate bei diesem Prompt
76 %19 von 25 Antworten
Jeder Strich steht für einen Antwortlauf. Gefüllt bedeutet, die Marke kam vor.
- Höchste Rate im Beispiel
- Zielgruppe 76 %
- Niedrigste Rate im Beispiel
- Kriterien 4 %
Eine einzelne Antwort ist kein Beleg. Erst der Anteil über viele Läufe zeigt, ob eine Nennung die Regel ist oder der Zufall.
Beispielhafte Darstellung. Prompt, Positionen, Wettbewerbernamen und Raten sind erfunden und stammen nicht von einem realen Kunden.
Was die drei Zahlen zusammen ergeben
Eine hohe Rate mit schlechter Position bedeutet, dass Sie bekannt sind, aber nicht als erste Wahl gelten. Eine gute Position bei niedriger Rate bedeutet das Gegenteil: die Belege überzeugen, nur kommen Sie zu selten vor. Beides führt zu einer anderen Maßnahme.
Was eine Nennung nicht sagt
Sie sagt nichts darüber, in welcher Tonlage über Sie gesprochen wird. Eine Marke kann an zweiter Stelle stehen und im selben Satz mit einem Einwand versehen werden. Wie diese Bewertung zustande kommt und wie sie gemessen wird, zeigt die Sentiment-Analyse.
Wie KI-Systeme entscheiden, wen sie nennen
Dieser Abschnitt handelt nicht von sotiq, sondern von der Mechanik dahinter. Wer sie kennt, liest jede Messung anders, gleich mit welchem Werkzeug sie entstanden ist.
Was einen Prompt-Typ ausmacht
Ein Prompt-Typ ist nicht das Thema einer Frage, sondern die Aufgabe, die sie stellt. Vier Aufgaben kommen im Einkauf immer wieder vor. Aufzählen: welche Anbieter gibt es. Auswählen: welcher passt zu mir. Erklären: worauf muss ich achten. Abwägen: was ist besser, A oder B. Jede Aufgabe erzeugt eine andere Antwortform.
Dazu kommt die Phase. Frühe Fragen sind allgemein formuliert und enthalten selten Anbieter, weil sie ein Verständnis suchen. Späte Fragen enthalten Zielgruppe, Größe oder Budget und verlangen fast immer Namen. Wer nur späte Fragen misst, hält seine Sichtbarkeit für besser, als sie ist, weil genau der Teil fehlt, in dem die Auswahl entsteht.
Warum dieselbe Frage auf vier Plattformen vier Antworten erzeugt
Der Unterschied liegt nicht am Modell allein, sondern daran, woher eine Antwort ihr Material nimmt. Ein System, das aus gelerntem Wissen antwortet, bevorzugt, was lange und breit dokumentiert ist. Ein System, das während der Anfrage sucht, gibt wieder, was gerade gut auffindbar ist. Ein System, das Quellen zitiert, bevorzugt Belegbares, und dazu gehören auffällig oft Beiträge aus Foren und Erfahrungsberichte.
Praktisch heißt das: eine Marke mit starker eigener Website und wenig Erwähnungen anderswo schneidet dort besser ab, wo während der Anfrage gesucht wird. Eine Marke mit vielen Erwähnungen in Fachtexten und Communities schneidet dort besser ab, wo aus gelerntem Wissen geantwortet wird. Ein einziger Messpunkt verwechselt diese beiden Fälle regelmäßig.
Was die Nennungswahrscheinlichkeit beeinflusst
Die Einflussfaktoren lassen sich in drei Bänder ordnen. Das erste gehört Ihnen ganz, das zweite nur zum Teil, das dritte gar nicht. In welches Band ein Befund fällt, entscheidet darüber, ob eine Maßnahme in Wochen oder in Monaten wirkt.
Band 01
Was auf Ihren eigenen Seiten steht
- Einfluss
- vollständig in Ihrer Hand
- Tempo
- wirkt in Wochen
- Ob es zu der Frage einen Absatz gibt, der sie direkt beantwortet
- Ob dieser Absatz aus dem Zusammenhang gelöst verständlich bleibt
- Ob konkrete Angaben darin stehen: Zahlen, Grenzen, Voraussetzungen
- Ob Kategorie und Zielgruppe benannt und nicht vorausgesetzt werden
- Ob der Text ohne Skriptausführung ausgeliefert wird, weil die Abrufer nichts nachladen
Band 02
Was außerhalb Ihrer Website über Sie steht
- Einfluss
- beeinflussbar, nicht bestimmbar
- Tempo
- wirkt in Monaten
- Nennungen in Vergleichen, Fachbeiträgen und Verzeichnissen Dritter
- Erfahrungsberichte in Foren und Communities, in mehreren Systemen stark gewichtet
- Ein sauberer Eintrag in den Nachschlagewerken, aus denen Modelle ihr Grundwissen ziehen
- Übereinstimmende Angaben über Quellen hinweg, weil Widersprüche die Zuordnung schwächen
- Nennungen zusammen mit der Kategorie, nicht nur mit dem Markennamen
Band 03
Wie die Frage gestellt wird
- Einfluss
- liegt beim Kunden
- Tempo
- wirkt sofort
- Ob die Frage nach Anbietern verlangt oder nach einem Vorgehen
- Ob eine Zielgruppe, eine Größe oder eine Region darin vorkommt
- Ob die Kategorie beim Namen genannt wird oder umschrieben ist
- Ob die Frage eine Auswahl erzwingt und damit eine Reihenfolge erzeugt
- Ob vorher schon etwas im selben Gespräch stand, was die Antwort mitprägt
Eine Beobachtung, die viele überrascht: Erwähnungen einer Marke ohne Verlinkung wirken in KI-Antworten stärker als Verlinkungen. Ein Modell lernt aus Text, und im Text steht ein Name, kein Verweis. Der Schwerpunkt der Arbeit verschiebt sich damit von der Frage, wer auf uns verlinkt, zu der Frage, in welchen Zusammenhängen wir genannt werden. Ob eine Marke dabei als eigenständiges Unternehmen erkannt wird und nicht mit einem Namensvetter verschmilzt, prüft die Entity-Analyse.
Warum keine KI-Antwort exakt reproduzierbar ist
Sprachmodelle wählen das nächste Wort nicht als einzige richtige Lösung, sondern aus einer Verteilung. Zwei Läufe derselben Frage können dadurch verschiedene Anbieter enthalten, ohne dass sich außen etwas geändert hätte. Dazu kommen Modellaktualisierungen, wechselnde Suchergebnisse zur Laufzeit und der Gesprächsverlauf, der bei echten Nutzern selten leer ist.
Daraus folgt die wichtigste Regel beim Messen von KI-Antworten: keine Aussage über eine einzelne Antwort, nur über einen Anteil. Ein Screenshot aus einem Chatfenster ist ein Einzelfall, kein Beleg. Deshalb ist die Nennungsrate und nicht die Nennung die tragende Kennzahl.
Eine Analyse auf Abruf, gezielt statt dauerhaft
Prompt-Tracking startet, wenn Sie es starten. Ein automatisches Intervall, das im Hintergrund mitläuft, gibt es für diese Funktion nicht. Das ist eine Aufteilung: Prompt-Tracking geht in die Tiefe einer Frage, das Wettbewerber-Tracking in die Länge einer Kennzahl.
Dafür gebaut
Fragen, die einen Zeitpunkt haben
Vor einer Entscheidung über Inhalte. Nach der Veröffentlichung einer neuen Seite. Wenn im Vertrieb auffällt, dass Interessenten einen Anbieter nennen, den niemand eingeladen hat. Dann brauchen Sie keine Linie über zwölf Wochen, sondern eine belastbare Antwort auf eine konkrete Frage, und zwar heute.
Dieselbe Analyse lässt sich jederzeit erneut starten. Zwei Durchläufe im Abstand von sechs Wochen zeigen, ob sich etwas bewegt hat.
Dafür gibt es die Nachbarfunktion
Kennzahlen, die eine Richtung brauchen
Sobald ein Abstand über Wochen verfolgt werden soll, ist ein fester Rhythmus nötig. Genau dafür arbeitet das Wettbewerber-Tracking mit täglichen, wöchentlichen oder zweiwöchentlichen Scans und einem durchgehenden Verlauf.
In der Praxis greifen beide ineinander: Prompt-Tracking findet die Frage, an der es hakt, das Wettbewerber-Tracking behält sie im Blick.
Aus einem Befund folgt meist keine einzelne Änderung, sondern eine Reihenfolge. Die GEO Optimierung übersetzt die Lücken aus einer Prompt-Messung in einen Plan, und wo zu einer Frage schlicht kein passender Inhalt existiert, entsteht er als GEO-Artikel.
Was Marken fragen, bevor sie Prompts tracken
Frage 01
Wie finde ich heraus, ob ChatGPT meine Marke überhaupt nennt?
Indem Sie die Frage stellen, die Ihre Kunden stellen würden, und die Antworten auszählen statt sie zu lesen. Festgehalten wird je Antwort, ob die Marke vorkommt, an welcher Stelle und welche Anbieter sonst noch fallen.
Eine Antwort ist dabei eine Beobachtung, kein Befund. Erst über viele Läufe und mehrere Systeme hinweg lässt sich sagen, ob eine Nennung die Regel ist.
Frage 02
Warum reicht es nicht, die Frage einfach selbst einzugeben?
Weil das Ergebnis von Dingen abhängt, die im eigenen Chatfenster nicht sichtbar sind. Sprachmodelle wählen ihre Wörter mit einer Zufallskomponente, sie berücksichtigen den bisherigen Gesprächsverlauf, und viele Konten tragen gespeicherte Angaben über den Nutzer mit sich.
Dazu kommt ein Beobachtungsfehler: Wer die eigene Marke sucht, formuliert die Frage unbewusst so, dass sie gefunden wird. Ein Kunde fragt allgemeiner und bekommt deshalb ein anderes Ergebnis.
Frage 03
Was ist ein Prompt-Typ und warum ist die Unterscheidung wichtig?
Ein Prompt-Typ beschreibt, was eine Frage von der Antwort verlangt, nicht wovon sie handelt. Eine Kategoriefrage verlangt eine Liste, eine Empfehlungsfrage eine Auswahl, eine Kriterienfrage eine Erklärung, eine Zielgruppenfrage eine Zuordnung.
Markennamen sind in diesen Formen sehr unterschiedlich dicht verteilt. Erklärende Antworten kommen oft ganz ohne Anbieter aus, auswählende bestehen fast nur aus Namen. Wer einen Typ misst, kennt einen Ausschnitt.
Frage 04
Warum werde ich bei manchen Fragen genannt und bei anderen nie?
Weil zu jeder Frage eine andere Art von Beleg gesucht wird. Bei einer Frage nach Anbietern für eine bestimmte Betriebsgröße zählen Quellen, in denen Anbieter und Größenordnung zusammen vorkommen. Fehlt diese Verbindung im Text, fehlt die Marke, obwohl das Produkt passt.
Der häufigste Fall ist deshalb kein Sichtbarkeitsproblem, sondern ein Zuordnungsproblem. Das erklärt auch, warum Lücken oft bei frühen Orientierungsfragen auftreten: dort wird über das Thema gesprochen und nicht über Anbieter.
Frage 05
Was bringt es zu wissen, welche Wettbewerber mitgenannt werden?
Es zeigt die Auswahl, aus der ein Kunde am Ende wählt. Eine Rangliste sagt, wo Sie stehen. Die Mitgenannten sagen, gegen wen Sie in dieser Situation antreten, und das sind oft nicht die Anbieter, die im Vertrieb als Wettbewerber gelten.
Steht bei einem Prompt immer dieselbe fremde Marke zuerst, lohnt der Blick darauf, worauf diese Nennung beruht. Für die dauerhafte Beobachtung eines solchen Abstands ist das Wettbewerber-Tracking gebaut.
Frage 06
Wie viele Prompts braucht es, damit das Bild stimmt?
Sinnvoll ist eine Auswahl, die alle Phasen abdeckt: die frühe Orientierungsfrage, die Vergleichsfrage in der Mitte und die konkrete Auswahlfrage kurz vor der Entscheidung. Ein einzelner Prompt beschreibt eine Situation, ein Satz aus mehreren Formulierungen ein Spektrum.
Nicht brauchbar ist eine Sammlung, die nur aus Fragen besteht, bei denen die eigene Marke ohnehin gut dasteht. Ein Prompt-Set taugt erst, wenn es auch Fragen enthält, deren Antwort unangenehm sein könnte.
Frage 07
Was mache ich mit einem Prompt, bei dem ich gar nicht vorkomme?
Sie prüfen zuerst, woran es liegt. Fehlt die Marke bei allen Fragen, ist meist die Erkennung das Problem, und dann beginnt es bei der Entity-Analyse. Fehlt sie nur bei bestimmten Fragen, fehlt in der Regel ein Inhalt, der genau diese Frage beantwortet, und dafür ist der GEO-Artikel gedacht.
Aus mehreren Befunden wird dann eine Reihenfolge. Genau das leistet die GEO Optimierung. Der Prompt bleibt dabei der Prüfstein: dieselbe Frage, später erneut gestellt, zeigt, ob sich etwas bewegt hat.
Frage 08
Ist GEO dasselbe wie SEO?
Die Arbeit überschneidet sich stark, das Ziel unterscheidet sich. Suchmaschinenoptimierung arbeitet darauf hin, dass eine Seite in einer Ergebnisliste weit oben steht. Generative Engine Optimization, auch Answer Engine Optimization genannt, arbeitet darauf hin, dass eine Marke in einer erzeugten Antwort vorkommt, in der es keine Liste gibt.
Vieles, was hilft, ist bekannte Handwerksarbeit: verständliche Texte, klare Struktur, belegte Aussagen, erreichbare Seiten. Zwei Dinge kommen dazu. Nennungen außerhalb der eigenen Website wiegen schwerer als Verlinkungen, und das Ergebnis lässt sich nicht in einer Rangliste ablesen, sondern nur an den Antworten selbst messen.
Stand: August 2026
Häufige Fragen zum Prompt-Tracking
Was ist Prompt-Tracking?
Prompt-Tracking ist eine Analyse, die einen konkreten Prompt an mehrere KI-Systeme stellt und auswertet, ob und wie eine bestimmte Marke in den Antworten vorkommt. Erfasst werden drei Dinge je Prompt: die eigene Position in der Antwort, die zusätzlich genannten Wettbewerber und die Nennungsrate, also der Anteil der Antworten, in denen die Marke überhaupt fällt.
Welche KI-Plattformen werden geprüft?
ChatGPT in der kostenlosen und in der Premium-Variante, Gemini und Perplexity. Jede Plattform wird getrennt ausgewiesen, weil dieselbe Frage dort unterschiedliche Antworten erzeugt. Die kostenlose ChatGPT-Variante stützt sich stärker auf gelerntes Wissen, Gemini stärker auf Suchergebnisse, Perplexity zitiert Quellen und Erfahrungsberichte.
Wird nur ein einzelner Prompt gemessen?
Nein. Gemessen wird eine Bandbreite verschiedener Formulierungen und Frage-Arten zur selben Kategorie, also Kategoriefragen, Empfehlungsfragen, Vergleichsfragen, Problemfragen, Zielgruppenfragen und Alternativfragen. Ein einzelner Prompt wäre eine Zufallsstichprobe. Erst die Bandbreite zeigt, bei welchen Frage-Arten eine Marke vorkommt und bei welchen nicht.
Läuft Prompt-Tracking automatisch im Hintergrund?
Nein. Prompt-Tracking ist eine Analyse auf Abruf: Sie starten sie, wenn Sie eine Antwort brauchen, etwa vor einer Entscheidung oder nach der Veröffentlichung neuer Inhalte. Ein automatisches tägliches oder wöchentliches Intervall gibt es für diese Funktion nicht. Wer eine Kennzahl dauerhaft im Verlauf beobachten möchte, nutzt dafür das Wettbewerber-Tracking, das mit festen Intervallen arbeitet.
Was bedeutet die Nennungsrate?
Die Nennungsrate ist der Anteil der Antwortläufe zu einem Prompt, in denen die eigene Marke genannt wird. Bei 25 Läufen und 19 Nennungen liegt sie bei 76 Prozent. Sie ist nötig, weil KI-Antworten nicht identisch reproduzierbar sind: dieselbe Frage kann beim einen Lauf eine Marke enthalten und beim nächsten nicht.
Wie unterscheidet sich Prompt-Tracking vom Wettbewerber-Tracking?
Prompt-Tracking setzt bei der Frage an und untersucht sie in die Tiefe: eine Formulierung, mehrere Plattformen, Position und Umfeld in der Antwort. Wettbewerber-Tracking setzt bei den Marken an und beobachtet sie über die Zeit, mit festen Intervallen und einem Verlauf. Die eine Funktion beantwortet, wo eine Lücke entsteht, die andere, in welche Richtung sie sich bewegt.
Sind die Zahlen auf dieser Seite echt?
Nein. Alle Prompts, Positionen, Nennungsraten, Wettbewerbernamen und Beispielkategorien auf dieser Seite sind erfunden und zeigen nur den Aufbau der Auswertung. Die Namen Nordfeld, Talwerk, Rheingold und Kernpunkt stehen für beliebige Anbieter. Reale Werte hängen von Kategorie, Wettbewerbsdichte und Zeitpunkt ab und lassen sich nicht vorab zusagen.
Weitere Anwendungsfälle
Von hier aus weiter zu den anderen Situationen, die sotiq abdeckt.
- Sentiment-AnalyseEine KI-Antwort rät von Ihrer Marke ab und niemand merkt es. So kommen Sie der Abwertung zuvor.
- Trainingsdaten- & Entity-AnalyseWikipedia ist ein Baustein, nicht der Score. So prüft die Analyse kununu, OMR, Reddit und News — ohne ChatGPT-Abfrage.
- GEO OptimierungIhre Produktseite erklärt viel, aber KI-Systeme zitieren sie nie. So wird sie KI-lesbar umgebaut.
- GEO-Artikel-GeneratorDer Wettbewerber wird zitiert, weil sein Artikel die Kauf-Frage klar und zitierfähig beantwortet. So entsteht Ihr Gegenstück — bereit für KI-Antworten.
- Wettbewerber-TrackingEin Wettbewerber überholt Sie in KI-Antworten binnen Wochen. So erkennen Sie den Trend am ersten Tag.
Ihre Kunden stellen die Frage längst. Sie können sie mitlesen.
Volle Pro‑Funktionen, 500 Credits. Kreditkarte zur Verifikation, keine Abbuchung, wenn Sie innerhalb von 3 Tagen kündigen.